Auch bei Vollmond wieder gut schlafen

Es ist fraglich, ob der Vollmond wirklich Schlafstörungen hervorruft. Sicher ist der Mond für Ebbe und Flut verantwortlich, doch welchen Einfluss er auf den menschlichen Körper hat, ist weitgehend ungeklärt. Frauen sind von Schlaflosigkeit und Schlafstörungen mehr betroffen als Männer, das dürfte aber daran liegen, dass Frauen sensibler sind und sowieso nicht schnell einschlafen können. Frauen müssen auch nachts öfter raus, denken Sie nur daran, wer aufsteht wenn ein Baby schreit. Der leichte Schlaf mag in der Natur verwurzelt sein und wird heute auf den Vollmond geschoben.

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Schlafstörungen treten in Vollmondnächten nicht häufiger auf, als in „normalen“ Nächten, das haben Schlafforscher jetzt herausgefunden. Aber die Nächte mit Mond sind deutlich markanter und werden bei Schlaflosigkeit oft herangezogen. Die Menschen machen ihre Schlafprobleme gerne an etwas Greifbarem fest, nicht allzu oft muss der Mond herhalten und Vollmondnächte sind dazu wie gemacht.

Echte Ursachen für Schlafstörungen

Die eigentliche Ursache für einen unruhigen Schlaf liegt ganz wo anders. Der Mond hat eigentlich keinen Einfluss darauf, ob Sie gut schlafen oder nicht. Vielmehr ist zunehmender Stress im Arbeitsleben die Ursache und auch falsche Ernährung vor dem Zubettgehen kann für einen unruhigen Schlaf sorgen. Trotzdem kann der Mond zu Schlaflosigkeit beitragen, denn das Schlafhormon „Melatonin“ wird nur bei Dunkelheit ausgeschüttet. Zwar strahlt die Straßenbeleuchtung meist heller ins Zimmer als der Mondschein, aber trotzdem wird es von den Menschen anders wahrgenommen. Straßenlampen gehören zu einem normalen Straßenbild einfach dazu, die Menschen haben sich an den täglichen Anblick einfach gewöhnt. Der Mond aber strahlt nur alle 28 Tage in voller Pracht, daher werden Mythen wieder lebendig und ein schlechter Schlaf ist eigentlich vorprogrammiert.

Nicht alle Menschen haben mit der Lichteinwirkung zu tun, aber wenn Sie zu den Menschen gehören, die durch zu viel Helligkeit nicht schlafen können, sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen.

Sorgen Sie zunächst einmal für absolute Dunkelheit im Schlafzimmer und essen Sie vor dem Schlafengehen gar nichts, oder höchstens leichte Speisen. Bauen Sie Stress ab, das wirkt sicher und sorgt für einen ruhigen, ausgeglichenen Schlaf. Sollte das alles nicht fruchten, dann müssen Sie ein Schlaflabor aufsuchen, damit die Ursache für Ihre nächtliche Unruhe gefunden wird. Meist sind ganz andere Ursachen festzustellen, der Mond trägt nur wenig Schuld an schlaflosen Nächten. Damit Sie wieder gut schlafen, sollten Sie „vergessen“ was am Tag über Probleme bereitet hat, sich vollkommen entspannen und gar nicht erst über Schlafprobleme nachdenken. Zu leicht geraten Sie in die „Grübelfalle“ und machen garantiert kein Auge zu.